Aktuelles aus der Region

 

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Tafeln verzeichnen deutlich mehr Kundinnen und Kunden


Arme Menschen in der Pandemie vergessen – soziale Frage stellt sich drängender denn je
Die Folgen der Corona-Pandemie machen sich bei den Tafeln zunehmend bemerkbar. Vielerorts nimmt die Zahl der Kundinnen und Kunden um bis zu 20 Prozent zu. Betroffen sind vor allem Menschen im ALG-II-Bezug sowie in Kurzarbeit. Sorgen bereitet der Hilfsorganisation andererseits, dass bei jeder fünften Tafel Kundinnen und Kunden fernbleiben und mit den Angeboten der Tafeln derzeit nicht erreicht werden.


Fast vierzig Prozent der bundesweit über 950 Tafeln verzeichnen im Vergleich zum September 2020 mehr Kundinnen und Kunden. Bei weiteren vierzig Prozent der Tafeln ist die Anzahl der Gäste zwar gleichgeblieben, ihre Zusammensetzung hat sich jedoch verändert. So ist die Steigerung besonders deutlich bei Menschen, die Kurzarbeit oder ALG II beziehen. Sie sind nochmals um 35 bzw. 33 Prozent gestiegen. Auch der Anteil der Rentnerinnen und Rentner ist mit 30 Prozent erheblich angestiegen. Merklich gesunken (23 Prozent) ist einer allgemeinen Entwicklung folgend die Zahl der Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Pandemiebedingt bleiben darüber hinaus weitere langjährige Kund:innen fern und können nicht unterstützt werden.
„Wir sehen bei den Tafeln immer mehr Menschen, die durch die Pandemie in eine existenzielle Notlage geraten sind. Die Situation der Menschen hat sich seit dem Herbst weiter zugespitzt. Ersparnisse sind aufgebraucht, ganze Branchen liegen lahm, nicht alle Betroffenen können die Soforthilfen des Staates beantragen– oder das Geld kommt viel zu spät“, sagt Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland. Der starke Anstieg der Langzeitarbeitslosen unter den Tafel-Kund:innen sei auch ein Zeichen dafür, dass die ALG-II-Sätze aufgrund der gestiegenen Kosten während der Pandemie dringend hätten erhöht werden müssen. „Eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 150 Euro nach einem Jahr Pandemie ist ein Witz. Arme Menschen wurden von der Krise am härtesten getroffen und am wenigsten unterstützt“, so Jochen Brühl.
„Bei den meisten Menschen sind die Kräfte aufgebraucht. Aber nicht für alle wird sich die Situation im Sommer schnell und nachhaltig bessern. Und die Auswirkungen auf Altersvorsorge und Renten wird sich noch in Jahren zeigen. Die soziale Frage wird sich neu und drängender denn je stellen“, sagt Jochen Brühl auch mit Blick auf die Bundestagswahl. Von der Politik fordert Brühl zielgerichtete sowie nachhaltige Hilfen und Aufbau-Fonds, die zeitlich über die konkreten Einschränkungen durch Lockdowns und Schutzmaßnahmen hinausgehen. Außerdem müssten die ALGII-Sätze endlich den tatsächlichen Bedarfen angepasst und dauerhaft auf mindestens 600 Euro erhöht werden.


Die aktuellen Zahlen zur Kund:innen-Entwicklung gehen zurück auf eine interne Befragung der Tafeln im Frühjahr 2021. Zuletzt hatte Tafel Deutschland im September 2020 die Kund:innen-Zahlen erhoben. Damals hatten sich Zu- und Abnahme der Tafel-Nutzer:innen insgesamt noch ausgeglichen, allerdings kamen bereits etwas mehr Menschen, die Kurzarbeit oder ALGII beziehen. Dieser Trend hat sich nun fortgesetzt und verdeutlicht.


Die Tafeln arbeiten seit über einem Jahr unter Pandemie-Bedingungen. Besonders herausfordernd sind seitdem der gestiegene Organisationsaufwand sowie der mangelnde Kontakt und Austausch mit den Kundinnen und Kunden. Im ersten Lockdown im März und April 2020 mussten zwischenzeitlich über 400 Tafeln schließen. Seit vergangenem Sommer sind die allermeisten Tafeln geöffnet, sie arbeiten durch Hygienemaßnahmen allerdings nicht mit vollständigem Angebot und meist mit weniger ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Über 60 Prozent der Tafel-Aktiven sind selbst im Rentenalter und gehören damit zur Corona- Risikogruppe. Sie pausierten oder beendeten ihr Engagement. Auch Mengen und Art der gespendeten Lebensmittel schwanken vielerorts. „Im März 2020 waren die Supermärkte plötzlich leer gehamstert. Dafür standen Kreuzfahrtschiffe mit 100kg- Säcken Mehl in den Häfen und Gastronomen mussten wegen der wochenlangen Schließungen ihre Lager räumen. Unsere Helferinnen und Helfer leisten seit Monaten Unglaubliches. Lebensmittel zu retten und zu verteilen, ist aufwändiger und teurer geworden“, sagt Brühl. Gleichzeitig können Angebote, die gegen Einsamkeit, für Ernährungsbildung, Förderung von Kindern und Jugendlichen oder Integration helfen, nicht stattfinden.


Tafel Deutschland e. V.
Lebensmittel retten. Klima schützen. Menschen helfen.
Die über 950 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Händlern und Herstellern und verteilen diese regelmäßig an mehr als 1,6 Millionen armutsbetroffene Menschen im ganzen Land. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Verschwendung und Armut. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.
www.tafel.de

 

 

Kreis sprüht gegen Eichenprozessionsspinner


Arbeiten beginnen voraussichtlich am Montag

 

Kreis Viersen. Auch in diesem Jahr rechnet der Kreis Viersen damit, dass Eichen von den Raupen des Eichenprozessionspinners (EPS) befallen sind. Um die Verbreitung der Raupe deutlich zu vermindern, wird der Kreis vorbeugend Bäume an Kreisstraßen mit einem biologisch wirkenden Präparat spritzen. Gespritzt wird bei passender Witterung - ohne Wind und Niederschlag - voraussichtlich ab Montag, 17. Mai.


Der EPS befällt bevorzugt Eichen, frisst alsRaupe die jungen Blätter und durchlebt auf den Bäumen mehrere Larvenstadien. Während dieser Zeit bilden die Raupen Nesselgift enthaltende Haare, die später in den Nestern zurückbleiben und bei Berührung allergische Reaktionen auslösen können. Das vom Kreis eingesetzte Präparat verhindert, dass sich die Raupen häuten und die gefährlichen Haare bilden.


Um das Mittel noch effektiver und wirtschaftlicher auf die Baumkrone der Eichen aufsprühen zu können, hat der Kreis Viersen eine Anbaugebläsespritze angeschafft. Diese kommt zusätzlich zu dem vorhandenen Spezialfahrzeug auf den Kreisstraßen und auch auf gemeindlichen Flächen und Wegen zum Einsatz.


Wie im vergangenen Jahr kooperiert der Kreis bei der EPS-Bekämpfung mit den Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal und behandelt für die Gemeinden befallene Bäume.

 

„Moderne Sportstätten 2022“ – Elmpter Tennisclub erhält Landesförderung 

 

Gute Nachrichten für alle Sportlerinnen und Sportler des Elmpter Tennisclub in Niederkrüchten. In der ersten Förderrunde des Sportstättenförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten sie fast 90.000 Euro für die Modernisierung der Sportstätte. Mit „Moderne Sportstätte 2022“ hat die NRW-Koalition das größte Sportförderprogramm aufgelegt, das es je in Nordrhein-Westfalen gegeben hat – Gesamtvolumen: 300 Millionen Euro. Damit sollen die Vereine in Nordrhein-Westfalen eine nachhaltige Modernisierung, Sanierung sowie Um- oder Ersatzneubau ihrer Sportstätten und Sportanlagen durchführen können.  

 

Dazu erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Optendrenk:  

 

„Der Elmpter Tennisclub will in Höhe von 97.443 Euro Modernisierungsmaßnahmen durchführen. Aus dem Sportstättenförderprogramm ´Moderne Sportstätte 2022` erhalten sie dazu 86.968 Euro. Mit dem Förderbescheid können die Verantwortlichen des Elmpter Tennisclub mit den Arbeiten beginnen.  

 

Ich freue mich sehr, dass der Elmpter Tennisclub nun die Möglichkeit hat, eine moderne und bedarfsgerechte Sportstätte anzubieten. Denn nur wenn Sportstätten auf dem neuesten Stand sind, können die Vereine ihre wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft wahrnehmen.“ 

Tag der Kinderbetreuung: Bürgermeister dankt Erzieher*innen und Tagesmüttern


Niederkrüchten. Der Montag nach Muttertag ist in Deutschland der "Tag der Kinderbetreuung". An diesem Tag stehen die Fachkräfte in Kitas und in der Kindertagesbetreuung sowie Ihre Arbeit und ihr Einsatz im Mittelpunkt. Gerade während der Pandemie zeigte und zeigt sich der hohe Stellenwert guter Kinderbetreuung. Als Zeichen der Anerkennung überbrachte Bürgermeister Karl-Heinz Wassong den Erzieherinnen und Erziehern der Gemeinde- Kitas einen Blumenstrauß und etwas Nervennahrung in Form von Schokolade. Auch die Kindertagesstätten anderer Träger sowie die acht in Niederkrüchten tätigen Tagesmütter und die OGS in Niederkrüchten und Elmpt
wurden dabei bedacht. „Die Arbeit mit Kindern ist aufregend, vielseitig und anstrengend. Corona hat Sie in den letzten Monaten vor viele weitere Herausforderungen gestellt - und Sie meistern diese Situation eindrucksvoll!“, so der Bürgermeister beim Besuch der Kitas.


Er sei sich sicher, dass schon bald die Zeit kommt, in der auch die Kinderbetreuung wieder unter für alle angenehmeren Umständen möglich ist. Bis dahin sorgen die Erzieher*innen mit tollen Ideen und unermüdlichem Engagement dafür, dass die Kleinsten unserer Gesellschaft sich wohl fühlen.

 

„Hand in Hand – Gemeinsam durch die Krise“ mit dem Kreis Viersen


Mutmach- und Mitmachaktion für Familien mit und ohne Migrationshintergrund

 

Kreis Viersen. Ganz egal ob Groß oder Klein – die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie sind für alle eine große Herausforderung. Um Familien in dieser Zeit zu unterstützen, organisierte das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Viersen von März bis April eine Mitmachaktion für Familien mit und ohne Migrationshintergrund.


Die Aktion lief unter dem Titel "Hand in Hand – Gemeinsam durch die Krise: Familien halten zusammen". Als Zeichen des Zusammenhalts malten oder bastelten die Teilnehmenden die Hände ihrer Familienmitglieder. Der eigenen Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Die Kinder lebten sich mit Buntstiften, Fingerfarbe und sogar Naturmaterialien voll aus.


Die vielfältigen Kreationen wurden fotografisch festgehalten und sind in einer Galerie auf der Website des Kreises Viersen für alle zugänglich.


Weiterführende Informationen zu der Mitmachaktion bekommen Interessierte beim KI Kreis Viersen von Felicia Bot-Jurca unter Tel.: 02162 / 39 1961 oder felicia.bot-jurca@kreis-viersen.de.

 

Schnupperstunden an der Kreismusikschule Viersen


Termine nach Absprache möglich

 

Kreis Viersen. Musikalische Abwechslung im Pandemie-Alltag: Die Kreismusikschule Viersen bietet Schnupperstunden für alle Instrumente sowie Gesang an. Das Angebot richtet sich an Interessierte jeder Altersstufe. Termine sind nach Absprache möglich.


Die Schnupperstunden können als Einzelstunden (je 45 Minuten) oder Vierer-Block (viermal je 30 oder 45 Minuten) gebucht werden. Der Instrumental- und Gesangsunterricht findet vor Ort in Viersen und den Musikschulzentren im Kreis statt.


Interessierte können sich vorab online unter www.kreismusikschule-viersen.de oder telefonisch über 02162 39-2321 zum Fächerkanon der Kreismusikschule informieren.

Autobahnmeistereien im Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner


Gezielte Bekämpfung mit Biozid und neuen Hochdruckspritzen  
 
Autobahn GmbH. Die Autobahnmeistereien im Rheinland sind mit dem Einsetzen der Vegetation wieder im Einsatz gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Deren Brennhaare können bei Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen. Um dies zu verhindern, wird mit Hochdruckspritzen ein Biozid auf die frischen Triebe der Eichen aufgebracht – zum Schutz der Autofahrer*innen aber auch der Mitarbeiter*innen der Autobahn GmbH.

 

Die Autobahnmeistereien haben bei ihrem Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner insbesondere die Gesundheit von Parkplatznutzenden im Blick, die sich neben befallenen Bäumen aufhalten und so die Brennhaare einatmen oder Hautkontakt haben könnten. Gleichzeitig gelten die Maßnahmen aber auch dem Schutz der Straßenwärter*innen, die bei der Grünpflege, bei Reinigungs- oder Reparaturarbeiten mit den Brennhaaren in Kontakt kommen könnten. Aus diesem Grund erfolgt die Bekämpfung auch an Stellen, an denen der Autobahnverkehr ansonsten nur vorbeirollt. 

 

„Mit unseren neuen Hochdruckspritzen lassen sich auch Astkronen in mehr als 20 Meter Höhe erreichen. Somit können wir den Wirkstoff gezielter denn je auf den jungen Blättern der Eichen zum Einsatz bringen“, freut sich Andreas Raedt, Geschäftsbereichsleiter Betrieb & Verkehr bei der Autobahn GmbH Rheinland. Die Raupe frisst das Blatt, und erst im Darm der Raupe entfaltet der für Menschen und Tiere ungefährliche Stoff seine Wirkung. Die Raupen sterben ab, bevor sie die für Menschen gefährlichen Brennhaare ausbilden können. Den Ausgangsstoff für das Biozid liefert das Bodenbakterium Bacillus thuringiensis.

 

Gezielt und effektiv verläuft der Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner aber auch deshalb, weil die Einsatzorte im Vorfeld exakt kartiert wurden. Die Arbeiten vor Ort – mit Schwerpunkt im Mai/Juni – werden von erfahrenen Mitarbeiter*innen und eigener Sprühtechnik der Autobahn GmbH bestritten. „Dies gibt uns die nötige Flexibilität, die wir für die – zum Teil auch mehrfache – Bekämpfung der Raupe in den verschiedenen Vegetationsräumen unseres Niederlassungsgebietes benötigen“, betont Andreas Raedt.

 

Die Autobahn GmbH des Bundes 


Die Autobahn GmbH des Bundes hat am 1. Januar 2021 die Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb aller Autobahnen in Deutschland übernommen. Mit künftig bis zu 15.000 Mitarbeitern in 10 regionalen Niederlassungen unterhält sie 13.000 Kilometer Autobahn. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Berlin ist eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland. 

Die Niederlassung Rheinland mit Hauptsitz in Krefeld betreibt mit künftig etwa 1.400 Mitarbeitern rund 1.200 Kilometer Autobahn entlang der Rheinschiene und im westlichen Ruhrgebiet. Zur Niederlassung gehören die Außenstellen in Köln, Essen und Euskirchen. Vor Ort sorgen 15 Autobahnmeistereien für fließenden Verkehr. www.autobahn.de

Fälle von Hasenpest im Kreis Viersen


Ungeschützten Kontakt mit Feldhasen vermeiden

 

Kreis Viersen. Im Kreis Viersen sind im Raum Kempen und Süchteln Fälle der Hasenpest (Tularämie) labordiagnostisch bestätigt worden. Bei Tularämie handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die vorwiegend bei Feldhasen und anderen Nagetieren auftritt. Der Erreger (Francisella tularensis) kann aber auch auf andere Tiere und den Menschen übertragen werden (Zoonose). Dem Kreis Viersen liegt ein erster Fall von Tularämie beim Menschen vor. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt. 


Der Erreger überlebt in der Umwelt (Erdboden, Schlamm oder Wasser) mehrere Wochen bis Monate. Menschen infizieren sich vor allem bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen sowie beim Umgang mit Kadavern – insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes. Der Erreger dringt beim Kontakt mit infizierten Tieren über kleinere Verletzungen in die Haut ein. Aufgrund der niedrigen Infektionsdosis reicht bereits das Einatmen von erregerhaltigem Staub beim Umgang mit Tierkörpern aus, um eine Erkrankung auszulösen. Eine Infektion über unzureichend erhitzte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser ist ebenfalls möglich.


Neue Studien der Veterinärmedizinischen Universität Wien bekräftigen Theorien, dass auch Hunde als Zwischenwirt für die Erkrankung dienen könnten, wenn ein direkter Kontakt zu infizierten oder erkrankten Wildtieren bestand. Die Hunde bilden selbst keine oder kaum Symptome der Erkrankung aus, können aber als unerwarteter Überträger des Bakteriums auf den Menschen in Frage kommen.


Diese vorbeugenden Maßnahmen sollten beachtet werden:

 

Ungeschützter Kontakt zu Wildtieren, besonders Feldhasen und anderen Nagetieren, sollte vermieden werden. Das gilt insbesondere bei offensichtlich kranken Tieren.


Ungeschützter Kontakt zu Kadavern von Wildtieren sollte ebenfalls vermieden werden.


Es ist arttypisch, dass junge Feldhasen in Erdmulden am Weges- oder Feldrand hocken. Die Häsin ist meist in der Nähe und die Jungtiere sind nicht von ihrer Mutter verlassen. Diese Tiere benötigen keine Hilfe und sollten auch aus Eigenschutz nicht aufgenommen werden.


Hunde sind anzuleinen. Infizierte und geschwächte Hasen sind leichte Beute und eine Übertragung kann nicht ausgeschlossen werden.


Jäger sollten beim Versorgen der Feldhasen Einmalhandschuhe und eine Atemschutzmaske tragen.

Der Kreis bittet darum, den Fund von verendeten Feldhasen an den zuständigen Jäger oder das Kreisveterinäramt (Tel.: 02162/ 39-1309) zu melden, damit gegebenenfalls eine labordiagnostische Untersuchung eingeleitet werden kann.

Niederrheinisches Freilichtmuseum sagt Veranstaltungen im Mai und Juni ab 

 

Grefrath. Der Kreis Viersen sagt alle im Niederrheinischen Freilichtmuseum für Mai und Juni geplanten Veranstaltungen ab. Aktuell ist das Museum bis auf Weiteres für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Grund dafür sind die Coronaschutzmaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen.


Von der Absage betroffen sind die Veranstaltungen

 

"GartenLeben - Inspiration für Garten, Kunst und Wohnen" inklusive der 35. Internationalen offenen Deutschen Bügelmeisterschaften, 22. bis 24. Mai


"Tag der Honigbiene", 30. Mai


"Mittelaltermarkt", 13. und 14. Juni


sowie "Nacht der Sinne", 26. Juni.

 

"Die Nacht der Sinne hat sich als zentrale Kulturveranstaltung des Kreises Viersen etabliert. Damit sie nicht zum zweiten Mal ersatzlos entfällt, prüfen wir gemeinsam mit unserer Kreismusikschule Möglichkeiten, um ein Ersatzprogramm im kleineren Format zu realisieren", kündigt Landrat Dr. Andreas Coenen an.


Nähere Informationen zum möglichen Ersatzprogramm folgen in Kürze.

 

Mit Musik durch die Krise


Kreismusikschule Viersen bietet Musiktherapie an

 

Kreis Viersen. Unter dem Motto "Mit Musik durch die Krise" bietet die Kreismusikschule Viersen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen musikalische Ruhepausen. Das therapeutische Angebot fördert Entspannung und Kreativität. Interessierte benötigen keinerlei Vorkenntnisse und können jederzeit einsteigen.


Ziel der Musiktherapie ist, zu einer verbesserten Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit zurückzufinden und kreatives Potential zu entfalten. Dafür setzt Musik- und Klangtherapeutin Stefanie Schennen verschiedene Klangobjekte aus Holz, Stein oder Metall ein. In ruhiger Atmosphäre wird das selbstständige und begleitete Spielen aus dem Moment heraus erlernt.


Die Musiktherapie ist als Einzel-, Paar- oder Kleingruppenunterricht möglich. Weitere Informationen zum Angebot der Kreismusikschule sowie den Anmeldungen unter www.kreismusikschule-viersen.de.

 

Empfehlungen für den Umgang mit verletzten Fundtieren


Kreis beantwortet häufig gestellte Fragen

 

Kreis Viersen. Was tun, wenn ein verletztes Tier im Wald gefunden wird? Wer muss informiert werden und wer darf diese Tiere pflegen? Für diese und weitere häufig gestellte Fragen hat der Kreis Viersen die nachfolgende Übersicht erstellt.


Wenn ich ein verletztes Tier in Feld oder Wald finde, an wen kann ich mich wenden?
Die Zuständigkeit für das Tier ist abhängig von der Tierart.  Wildtiere unterliegen dem Jagdrecht. Hier ist der Jagdausübungsberechtige, also in der Regel der Jagdpächter oder die Jagdgenossenschaft, zu informieren. Die Kontaktdaten kann man über die Kreispolizeibehörde in Erfahrung bringen. Die Kreispolizeibehörde erreichen Sie telefonisch unter 02162 / 3770.


Wenn ich das Tier trotzdem mitnehme und zum Tierarzt bringe, übernimmt der Jagdausübungsberechtigte die anfallenden Kosten?


Nein, für die Tierarztkosten kommt der Finder auf. Sollte der Jagdausübungsberechtigte informiert werden, obliegt ihm die Entscheidung, verletztes jagdbares Wild selbst von seinem Leid zu erlösen.


Wie verhält es sich bei verlassenen Jungtieren?


Diese sollten nicht aus der Natur entnommen werden. Es ist normal, dass Jungtiere von den Elterntieren zur Futtersuche zurückgelassen werden. Auch aus dem Nest gefallene Jungvögel werden von den Alttieren häufig weiter gefüttert.


Wer hilft bei einem unverletzten, aber in Notlage geratenen Tier, welches sich nicht selbst daraus befreien kann?


In diesem Fall kann man die Feuerwehr über die Leitstelle informieren. Tel.: 02162 / 8195100
Bei welchen Tierarten muss ich die untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen informieren?
Die untere Naturschutzbehörde ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausschließlich für die besonders und streng geschützten Arten zuständig. Welche Tiere unter diese Kategorie fallen, verändert sich aufgrund der Populationsverschiebungen ständig. Aktuelle Informationen dazu gibt es unter: www.lanuv.nrw.de.


Darf ich ein verletztes Tier dieser Arten mitnehmen?


Jegliche Entnahme aus der Natur ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Ausnahmsweise ist es jedoch vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften zulässig, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen und hiernach unverzüglich freizulassen. Handelt es sich jedoch um Tiere der streng geschützten Arten (zum Beispiel Biber oder Greifvögel) sind diese der unteren Naturschutzbehörde zu melden (artenschutz@kreis-viersen.de). Diese kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen.


Ich möchte Dritten anbieten, verletzte Wildtiere aufzunehmen und gesund zu pflegen. Darf ich das?


Hierfür ist eine Erlaubnis des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Viersen notwendig, weil es sich dann um eine tierheimähnliche Einrichtung handelt. Nach dem Tierschutzrecht müssen für diese Tätigkeit erforderliche fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen werden.


An wen kann ich mich wenden, wenn mir ein Haustier zuläuft?


Bei herrenlosen Haustieren kann Ihnen die für den Fundort zuständige Stadt oder Gemeinde weiterhelfen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, das Tier direkt in einem ortsnahen Tierheim abzugeben.

Einsegnung der Urnenstelen auf dem Elmpter Friedhof

 

Niederkrüchten. Bereits seit einigen Wochen besteht auf dem Friedhof in Elmpt die Möglichkeit einer neuen Bestattungsform.

 


In fünf Urnenstelen können jeweils bis zu zwei Urnenkapseln oder Schmuckurnen bestattet werden.
Am Montag wurden die neuen Stelen von den Pfarrern Bernd Mackscheidt und Wolfgang Weihrauch unter Beisein von Bürgermeister Karl-Heinz Wassong eingesegnet.


„Die ersten Urnenkammern sind bereits reserviert. Das neue Angebot wird gut angenommen und entspricht derveränderten Trauerkultur“, berichtet der Bürgermeister über das Interesse an der neuen Bestattungsform.

 

Foto: Gemeinde Niederkrüchten

Neue Handreichungen für digitales Bauen in Nordrhein-Westfalen


Kreis Viersen stellt seine Expertise dem Land zur Verfügung

 

Kreis Viersen. Mit dem Neubau des Kreisarchivs nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung ist der Kreis Viersen einer der kommunalen Vorreiter für nachhaltiges Bauen. Dafür setzt er auf die Methode des Building Information Modeling (BIM) – also auf eine Methode, die eine komplett digitale Planung und Dokumentation von Gebäuden ermöglicht. Seine Expertise hat der Kreis in die kürzlich erschienene BIM-Handlungsempfehlung für kommunale Bauverwaltungen und die kommunale Gebäudewirtschaft des Ministeriums für Heimat, Kommunen, Bauen und Gleichbehandlung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG) einfließen lassen.


"Gemeinsam wollen wir die Entwicklung und Nutzung innovativer Bautechnologien und -verfahren in NRW vorantreiben – und so auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Bauwirtschaft für die Zukunft sichern", sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.


Jan van der Fels ist als BIM-Manager beim Kreis Viersen tätig. Er weiß, welche Vorteile die Methode bietet: "Um wertvolle Rohstoffe und die enthaltene Energie wiederverwenden und somit erhalten zu können, müssen wir die betreffende Information verfügbar machen. Genau das leistet BIM."
Das MHKBG fördert gezielt die Nutzung der Methode auf kommunaler Ebene. Der Ansatz soll langfristig zu einem günstigeren Wohnungsbau, geringeren Energiebedarfen im Gebäudesektor und einer qualitätvollen Baukultur beitragen. Um die nordrhein-westfälischen Städte und Kreise bei dem Einsatz von BIM zu unterstützen, hat das MHKBG zwei Handreichungen veröffentlicht. Namhafte Expertinnen und Experten sowie neben dem Kreis Viersen weitere Vorreiter-Kommunen wie die Städte Köln, Düsseldorf oder Duisburg haben ihre Erfahrungen im digitalen Bauen einfließen lassen.
Die Erstellung der BIM-Handlungsempfehlung zur Durchführung von BIM-Projekten erfolgte durch die Bergische Universität Wuppertal, die des BIM-Qualifizierungsleitfadens zur Ermittlung der in den Kommunen notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen durch die Kommunal Agentur NRW.

 

Interessierte können beide Handreichungen online unter dem Reiter "Initiative: BIM – Einführung bei Kommunen unterstützen" abrufen: https://mhkbg.nrw/themen/bau/digitales-bauen

KreisSportBund Viersen: Termin der #SPORTEHRENAMT-NRW-TOUR 2021 verschoben


Halt beim RFV in Dülken am 13. August

 

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Unser Mitarbeiter ruft aus Krefeld an

04.03.2021 (bigi) Ja, es ist eine merkwürdige Überschrift, aber genau darum geht es. Durch den Lockdown arbeitet unser Mitarbeiter Thomas Terhorst vom Homeoffice aus und er wohnt tatsächlich in Krefeld. Das macht alles nicht gerade einfach. Sollten Sie also einen Anruf erhalten mit der Frage, ob wir Sie in unseren monatlichen Newsletter (da teilen wir nur unseren nächsten Redaktions- und Anzeigenschluss sowie besondere Aktionen mit) aufnehmen dürfen oder Herr Terhorst weist etwa auf die aktuelle Bausonderseite oder spätere Aktionen hin und Sie sehen im Telefondisplay eine Krefelder Vorwahl: Das ist alles so korrekt. 

Es ist gut, wenn Sie misstrauisch sind: Es hat hier in der Region nicht nur einmal den Versuch gegeben, so zu tun als wäre man ein regionales Magazin oder sogar im Auftrag einer Kommune unterwegs und wolle für eine Infobroschüre oder ähnliches eine Anzeige aufnehmen. Es sind viele schwarze Schafe unterwegs, bleiben Sie bitte vorsichtig! Im Zweifelsfall können Sie uns bei Rückfragen (fast) jederzeit unter 0151 14927116 erreichen. 

Stellungnahme von Bürgermeister Andreas Gisbertz zum MLP-Projekt

 

 

Liebe Schwalmtalerinnen, liebe Schwalmtaler,


in der abgelaufenen Ratsperiode unter Bürgermeister Michael Pesch haben sich alle Fraktionen darauf verständigt, Gespräche mit einem potentiellen Investor zur Entwicklung des ehemaligen Rösler-Areals aufzunehmen. Einstimmig wurde daher im Rat am 19.02.2020 beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans in Gang zu setzen. Daraufhin hat unsere Verwaltung das Projekt in unzähligen Stunden vorangetrieben und entwickelt.

Alle Fraktionen haben dafür gesorgt, dass dieses Thema jetzt zur Entscheidung gestellt wird.

Am 23. Februar 2021 fand die Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Verkehr statt. Im Anschluss an diese Sitzung habe ich eine umfangreiche und persönliche Bewertung vorgenommen. Ich habe nochmals mit vielen Menschen geredet und zahlreiche Unterlagen gesichtet.

Ich persönlich komme zu folgender Auffassung: Die Sitzung des Ausschusses und die ausführliche Analyse haben mir gezeigt, dass keine zufriedenstellende Lösung hinsichtlich der Verkehrssituation vorliegt. Um das Problem zu lösen, müsste die Gemeinde Mittel im siebenstelligen Bereich in die Hand nehmen. Mittel, die in unserem Haushalt nicht dargestellt sind.

Ein Projekt von dieser Dimension – verbunden mit einer kontinuierlichen Verkehrsbelastung – muss auch von weiten Teilen der Bevölkerung getragen werden. Insbesondere auch deshalb, da es auf die weitere strukturelle Entwicklung und die Lebensqualität unserer Gemeinde große Auswirkungen hätte. Einen gesellschaftlichen Konsens über diese entscheidende Frage kann ich nach vielen Gesprächen nicht erkennen.

Deshalb werde ich meiner Fraktion empfehlen, dem Projekt am Dienstag im Rat die Zustimmung zu versagen.

Die Schwierigkeiten ökologischer Art aber bleiben. Zunächst werden wir Gespräche mit dem jetzigen Eigentümer führen über eine weitere Nutzung des Areals. Sollte das Gelände zu irgendeinem Zeitpunkt an die öffentliche Hand gehen, werden wir eine Projektgruppe zur weiteren Nutzung des Areals gründen.


Herzlichen Dank


Andreas Gisbertz
Bürgermeister

Was ist Vroschen?

 

(bigi) „Der Begriff Vroschen kommt aus dem niederländischen „Verassen“ und bedeutet überraschen“, erklärt der Heimatexperte Klaus Müller. „Am Silvesterabend gab es ein etwas besseres Essen, danach ging es in die Wirtschaft zum Hexen“, berichtet er. Mit Milchkannen und Karbit wurde um Mitternacht dann geböllert. „Am Neujahrsmorgen überraschte man seine Eltern und sagte ‚Jlökksellisch Noijoar‘“, so Müller. Die Eltern bekamen dann einen Hefebretzel, im Waldnieler Platt „Kraak“ genannt. Der Brezel soll die Unendlichkeit der Zeit darstellen.

 

„Nach dem Hommes, also dem Hochamt, gingen die Kinder auch zum Patenonkel – Peäterüem – und zur Patentante – Jöeletant. Da gab es dann auch Noijoarschkökskes für die Kinder“, weiß Klaus Müller zu erzählen. Die Erwachsenen gingen auch zu Bekannten vroschen, dabei gab es ein Noijoarschdröpke. „Natürlich wurden mehrere Bekannte besucht und dabei dann auch durcheinandergetrunken“, schmunzelt Müller. Durch seine frühere Schwiegermutter Kathrinchen Klingen erhielt der ehemalige Bäcker 1970 das Rezept für die Noijoarschkökskes (Neujahrsküchlein).

 

Rezept

500 Gramm Mehl in eine Schüssel geben. In einer Mulde 100 Gramm lauwarme Milch (nicht über 37 °C) und zerbröselte Hefe mit einer Gabel zu einem Vorteig vermischen. 20 Minuten stehen lassen.

50 Gramm Zucker, 10 Gramm Salz, 50 Gramm Margarine und ein Ei ebenfalls in die Schüssel geben. 200 Gramm Milch mit 150 Gramm Honig und 150 Gramm Rübenkraut vorsichtig erwärmen und auch in die Schüssel geben. 10 Gramm gemahlenen oder zerstoßenen Anis hinzufügen und daraus einen Teig herstellen. Nach dem kräftigen Kneten 150 Gramm Rosinen unterkneten und dann an einem warmen Platz etwa eine Stunde gehen lassen.

In einer Pfanne Fett erhitzen und mit einem Esslöffel kleine Küchlein in die Pfanne setzen. Sie laufen etwas auseinander. Die Pfanne darf nicht zu heiß sein, da die Küchlein durch Kraut und Honig schnell Farbe annehmen. Einmal wenden und ausbacken. In einer Blechdose aufbewahrt halten sich die Küchlein.

 

Spätestens am 17. Januar war dann mit dem Vroschen Schluss. „Dann ist Antoniustag und es ging nach Amern zur Kirmes, teils mit einem Schweineauftrieb“, erinnert sich Klaus Müller.

 

Foto: Klaus Müller

 

Bevölkerungsprognose für 2040


Weniger Erwerbstätige und deutliche Zunahme älterer Personen

 

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Benjamin & Lukas Münten - Winterlich 

 

 

 

Mit “Winterlich” erschien am ersten Dezember das Debütalbum von Benjamin und Lukas Münten.  

 

 

 

 

 

 

Die 14 Eigenkompositionen handeln dementsprechend vom Winter und vom Weihnachtsfest und erzählen kleine Geschichten. Dabei wechselt die Erzählperspektive immer wieder zwischen Kindern und Erwachsenen hin und her, wodurch sich auch die Stimmungen der Lieder ständig verändern. Während einige fröhlich und verspielt klingen, sind andere eher nachdenklich, romantisch oder auch traurig. Dies spiegelt sich auch im Stil der Lieder wider, denn es gibt sowohl ruhige Balladen als auch rockige Nummern. 

Den Hauptgesang übernehmen Benjamin und sein Vater Erwin Münten. Begleitet werden sie von Jonas Janßen (Gitarre), Timm Wielgosch (Schlagzeug), Lukas Jansen (Bass) und Lukas Münten (Keyboard und Piano). Die Chorgesänge werden bei den Erwachsenen von Sylvia, Nicole, Sabrina und Monika (Sopran), sowie Nina, Lea, Leonie, Jule, Nora, Eftemija, Rebekka, Susanne und Anna (Alt); und Phil, Simon, Jonas, Frank und Erwin (Bass) übernommen. Der Kinderchor besteht aus Kim, Malina, Annika, Lena, Zoe, Alina, Lina, Frieda, Lena, Jessy, Marie, Johanna, Tom, Antonia, Maris, Maja, Meike, Pauline, Lukas, Jonas und Ben, die in verschiedenen Liedern auch Soloparts haben.  

 

Je nachdem ob Erwachsene oder Kinder singen, gibt es unterschiedliche Schwerpunkte bei der Themenauswahl der Lieder. Bei den Kindern geht es hauptsächlich um den Spaß, den sie in der Winterzeit erleben möchten, wie die Titel Schlitten fahren”, “Schneespaß” und “Auf Socken durch den Winter rocken” schon verraten. “Lieber Weihnachtsmann” handelt vom Warten auf den Weihnachtsmann und der Frage, ob es ihn wirklich gibt. Bei den Erwachsenen sind die Lieder im Allgemeinen ruhiger. “Winterlich” stimmt besinnlich auf die Weihnachtszeit ein. “Jetzt ist die Zeit” handelt vom Zusammensein an Weihnachten, aber erinnert im Unterton auch daran, dass es Menschen gibt, die gerade jetzt einsam sind. Traurig wird es bei “Ich wünschte...”, da fast jeder einen geliebten Menschen hat, den er vermisst und an dem man im festlichen Rahmen der Weihnachtszeit besonders denkt. 

 

Durch die Mischung der Themen ist das Album für Erwachsene und Kinder gleichermaßen hörenswert und nicht nur zum Weihnachtsfest. Es fehlt eigentlich nur der herbeigesehnte und besungen Schnee, damit die winterliche Stimmung auch wirklich aufkommen kann. Das zum Thema passen Cover des Albums wurde von Sebastian Polmans gestaltet.  

 

Kaufen und streamen kann man das Album unter https://snd.click/o1ymodu7, oder man wendet sich über die Facebookseite https://www.facebook.com/blmmusik direkt an Benjamin und Lukas Münten. 

 

Foto: BLM-Musik

Erinnerungen an Sankt Martin!

 

Ein Text von Marianne Henrix

 

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Landwirte in der Krise

(bigi) Auch wenn es jetzt einige Zeit geregnet hat, schauen die Ackerbauern besorgt in die Zukunft. Nach drei viel zu trockenen Sommern stellen sie sich die bange Frage: „Bleibt das jetzt im Sommer immer so?“ Erich Pelters aus Schwalmtal, Paul-Christian Küskens aus Niederkrüchten und Peter van den Broek berichten über die Gedanken, die sich die Landwirte machen.

 

Wichtig sei, dass der Regen nicht mit Sturzbächen fällt. Denn nur wenn die Feuchtigkeit langsam auf den knochentrockenen Boden trifft, kann dieser quillen. Bei einem Starkregen würden die Wassermassen einfach nur abfließen. „Die Gerste hat es dieses Jahr gerade so geschafft, beim Mais kann man frühreife Sorten anbauen, um die Trockenheit zu umgehen. Beim Grasschnitt konnte ich nur zwei Schnitte machen, statt normalerweise vier“, berichtet Küskens. Viele Kollegen hätten nach der Grassaat Mais gesetzt, das sei in die Hose gegangen. „Jetzt zu Erntedank macht man den Plan für das nächste Jahr“, informiert van den Broek. Und keiner weiß, wie trocken das nächste Frühjahr oder der Sommer wird. Die Kammer berät die Landwirte, der Austausch sei gigantisch, sagen die Landwirte. Jeder probiert etwas, jeder kann Erfahrungen mitteilen. Es geht um die optimale Folge der Feldfrüchte, um die Ansprüche der Pflanzen und um unterschiedliche Sorten. Gemüsebauern in NRW können die Angebote der Gemüsebauberatung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in unterschiedlichen Intensitätsstufen in Anspruch nehmen. Insgesamt nehmen bisher über 450 Gemüsebaubetriebe die Angebote der Gemüsebauberatung in Anspruch. Dazu gibt es auch spezielle Wasserberater.

 

Van den Broek baut Spargel, Erdbeeren, Rhabarber, Zuckermais, Süßkartoffeln, Rote Beete und Steckrüben an. Pelters betreibt hauptsächlich eine Baumschule. Nach zwei bis vier Jahren Baumpflanzungen auf einem Feld, wird dort Ackerbau mit Zuckerrüben, Mais und Weizen betrieben. Küskens hat 65 Kühe und baut selbst Futter für das Vieh an, Gras, Mais und auch ein Mais-Bohnen-Gemenge. „Die Betriebe in einer Gemeinde arbeiten zusammen, tauschen untereinander Flächen. Wichtig ist ein Fruchtwechsel auf den Feldern, um einen Nematodenbefall zu verhindern“, erklärt Peter van den Broek. Paul-Christian Küskens betont, dass es auch im Winter wichtig sei, die Flächen zu begrünen. Der Gründüngungsaspekt des Zwischenfruchtanbaus spielt besonders in viehlosen Betrieben eine wichtige Rolle. Verbesserung des Bodenschutzes durch Herbst- und Winterbegrünung, Wasserschutz durch biologische Konservierung von Nährstoffen, biologische Nematodenbekämpfung in Zuckerrüben- oder Kartoffelfruchtfolgen sind wichtige Ziele, die durch den Zwischenfruchtanbau erfolgreich realisiert werden können.

 

Hier im Westkreis herrschen die Sandböden vor, die das Wasser schlecht halten können. Die Verbraucher werden in den Geschäften aber keinen Unterschied bemerken, was die Landwirte alles betreiben, um gut durch schwierige Zeiten zu kommen. Von irgendwoher kommt immer alles, was der Verbraucher begehrt. „Die Kosten für Beregnungsanlagen bekommen wir zum Beispiel nicht auf die Ernte umgelegt“, beklagt Erich Pelters. Denn irgendwo gibt es immer Landwirte, die nicht unter der regionalen Trockenheit zu leiden hatten und genau diese Erzeugnisse günstiger anbieten. „Bei Getreide, Zucker, Milch und Fleisch muss man sich den Weltmarktbedingungen stellen, etwa kommt Getreide auch aus der Ukraine oder Canada“, beschreiben die Landwirte. Unmöglich könne man hier etwa Zuckerrüben zu einem Preis herstellen, zu dem Rohrzuckerproduzenten aus Brasilien ihre Waren anbieten. Aus beidem wird Kristallzucker gemacht. Deutschland sei das einzige Land, das Prämien auf Flächen zahle und nicht auf Erzeugnisse, wie in anderen Ländern. Also müssen die Landwirte jetzt im Herbst gut überlegen, was im nächsten Jahr angebaut wird. Gebunden sind sie dabei allerdings durch die Anschaffung von hochspezialisierten und teuren Maschinen, die nur für die Ernte, die Verarbeitung einer Frucht geeignet sind. Investitionskosten für Maschinen in Höhe von einer Million Euro kommen schnell zusammen.

 

Kleine Familienbetriebe seien in fünf bis zehn Jahren alle weg, allein die Dokumentationspflicht sei in einem Zwei- bis Drei-Mann-Betrieb nicht mehr zu stemmen und Auflagen zu Zertifizierungen enorm. Zudem verlange der Lebensmitteleinzelhandel möglichst gleichbleibende Qualität und lege verbindliche Lieferwochen fest, egal wie das Wetter ist und wann die Ernte sinnvoll wäre. „In Brüggen haben innerhalb von 35 Jahren 47 Landwirte aufgegeben, 31 sind noch aktiv, davon haben nur 16 Betriebe ihre Nachfolge gesichert“, hat van den Broek aufgelistet. In Schwalmtal und Niederkrüchten seien die Zahlen ähnlich, bestätigen die Landwirte. Sollten jetzt zwei weitere trockene Jahre kommen, befürchten sie, dass weitere Betriebe in eine Pleite steuern. „Gemüseanbau ist heutzutage etwas für Idealisten“, fassen sie zusammen, kombiniert mit einer Sehnsucht nach einem ganz normalen Jahr. Die Betriebe seien an ihren Leistungsgrenzen, körperlich und auch „was der Kopf verkraftet“. „Wir können nicht noch mehr arbeiten“, betont Pelters.

 

Die Bitte an den Verbraucher: Kaufen Sie lokal! Nutzen Sie die Angebote der Hofläden oder Lieferkisten mit regionalen Erzeugnissen! Je frischer Sie einkaufen und zubereiten, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe sind in den Erzeugnissen enthalten und so unterstützen Sie die hiesigen Landwirte.

Foto: Birgit Sroka 

Schnitzeljagd zum Schatz

 

Naturpark und ZDF-Sendung Löwenzahn laden Kinder und Familien zum GPS-Caching ein

 

Kreis Viersen.  In Zusammenarbeit mit der ZDF-Kindersendung Löwenzahn bietet der Naturpark Schwalm-Nette eine moderne Form der Schnitzeljagd für Kinder und Familien an. Im Gebiet des Naturparks Schwalm-Nette sind derzeit fünf kleine Schätze versteckt. Mit einem tragbaren GPS-Gerät und einer kurzen oder längeren Wanderung an der frischen Luft sind die Schatztruhen leicht zu finden.

 

Nach dem Auffinden des Schatzes einfach den dort befindlichen Code notieren und auf der Internetseite von Löwenzahn eintragen. Von dort erhält der Schatzsucher dann auch ein kleines Präsent.

 

Ganz nebenbei erleben die schatzsuchenden Familien auf ihrer Suche die Schönheiten des Naturparks Schwalm-Nette. Eine runde Sache für einen kleinen Familienausflug. Weiteres zum Naturpark Schwalm-Nette unter www.npsn.de und zum Geo-Caching für Kinder unter: www.loewenzahn.de

 

Foto: Bernabe Colohua Pixabay / NPSN-Linnemann

 

Heide- und Waldbrand ist gelöscht

Kreis-Feuerwehr fährt die Infrastruktur zurück

 

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Foto: Kreis Viersen 

Lernen zu Hause

 

3malE baut Angebot an digitale Unterrichtsmaterialien aus

 

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Vernetzungstelefon des EFFA

 

(bigi) „Wir sind da!“, teilen die Mitarbeiter des evangelischen Jugendtreffs EFFA mit. „Besondere Zeiten erfordern besondere Mittel und Wege. Wir bieten ein Vernetzungstelefon für alle Menschen an“, so die Diplom-Sozialarbeiterin Andrea Schulz. Die offene Tür des Kinder- und Jugendzentrums EFFA muss leider bis zum 19. April geschlossen bleiben und die kirchlichen Angebote für Kinder und Jugendliche müssen ebenfalls ausfallen. „Aber telefonisch, per WhatsApp und E-Mail an andrea.schulz@ekir.de oder tim.treis@ekir.de sind wir weiterhin für Euch Kinder da und für alle Eure Fragen, Sorgen und Geschichten versuchen wir ein offenes Ohr zu haben“, bietet Andrea Schulz an.

 

Und nicht nur für Kinder und Jugendliche gibt es das Kontaktangebot. „Es gibt auf unserem Gemeindegebiet Menschen, die aufgrund der speziellen Situation plötzlich Hilfe brauchen und andere Menschen, die kleinere Aufgaben, wie etwa Besorgungen für ältere Menschen erledigen, übernehmen möchten. Wir wollen helfen, indem wir die Hilfsmöglichkeiten und Hilfsanfragen innerhalb Waldniels zusammenbringen“, betont Schulz. Telefonische Hilfe könne auch sein, Mut zu machen und ein offenes Ohr für die Menschen aus Waldniel zu haben. Bei Problemen oder Fragen wird an die evangelischen Seelsorger oder zu weiteren Beratungsstellen für Mitbürger generations- und konfessionsunabhängig vermittelt. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr sind zwei Sozialarbeiter in der Regel von montags bis freitags in telefonischer Erreichbarkeit.

 

Das EFFA Kinder- und Jugendzentrum ist erreichbar über die Rufnummern 02163/31353, 01781756071 für Andrea Schulz oder 015732364692 für Tim Treis. „Mit dieser Arbeit möchten wir uns solidarisch zeigen und Vorbilder für unsere Mitmenschen und die Jugend sein. Helfen und helfend gesehen werden. Darauf kommt es an, denn jeder kann etwas tun“, ist sich Andrea Schulz sicher.

 

Evangelischer Buntfunk ist breit aufgestellt

 

(bigi) Auch die evangelische Kirchengemeinde in Schwalmtal hat sich etwas einfallen lassen, um weiterhin Kontakt mit den Menschen zu halten. Auf dem YouTube-Kanal „Evangelischer Buntfunk Waldniel“ gibt es mittlerweile eine bunte Mischung an kurzen Beiträgen, die regelmäßig erweitert wird. 

 

Etwa liest Pfarrer Harald Ulland Texte, die der evangelische Pfarrers Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis verfasste, in das er wegen seiner Beteiligung am Widerstand gegen die Nazis geworfen wurde. Kurz vor Kriegsende wurde Bonhoeffer umgebracht. Pfarrer Horst Müller berichtet von einem GoSamstag-Gottesdienst, für den Gemeindemitglieder aufgeschrieben hatten, was für sie in einer Ehe wichtig ist. Zehn Wünsche sowie Erfahrungen liest er vor. Dass Jugendzentrum EFFA stellt sich vor, es gibt Musikbeiträge mit dem Kirchenmusiker Walter Meister, Andachten und Fürbitten.

 

Pfarrer Arne Thummes spricht auf dem eigenen YouTube-Kanal etwa über Handhygiene. Man solle zweimal „Happy Birthday to you“ singen – etwa 30 Sekunden - oder zwei Vater Unser sprechen – 42 Sekunden – um richtig saubere Hände zu bekommen. „Ich hab mich dann gefragt, wie wird das dann sein, wenn das ganze mal zu Ende ist? Hängt mir dann vielleicht Happy Birthday völlig aus den Ohren raus und ich kann einfach keinen Geburtstag mehr leiden, weil ich nicht mehr Happy Birthday singen mag?“, fragt Thummes und stellt die Frage auch für das Vater Unser und geht auf das Bedürfnis der Seelenhygiene ein.

 

Paul erzählt

Mit der Handpuppe Paul wird unter anderem „Homeschooling“ thematisiert. Im Gespräch mit der Diplom-Sozialpädagogin Manuela Osinski, die in der Gemeinde für die konfessionelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie für die Konfirmandenarbeit zuständig ist, spricht Paul, der auf einem Tisch sitzt, über Schule von zu Hause aus. „Normalerweise gehen Kinder ja in die Schule und die Lehrer bringen Ihnen etwas bei. Aber im Moment sind die Kinder ja zu Hause, deswegen machen sie ihre Aufgaben auch zu Hause und manche Sachen müssen Ihnen die Eltern auch erklären“, beschreibt Osinski auf die Frage von Paul, was Homeschooling ist. „In Deutschland ist da normalerweise verboten, aber jetzt gerade erlaubt, weil irgendwie alles nicht normal ist“, fasst Paul zusammen. In den USA und in Großbritannien ist das immer erlaubt, stellen beide fest. „Wenn wieder alles normal ist, dann darf ich wieder sagen, Mama du hast mir nix zu sagen“, will Paul wissen. Wer genau hinhört, wird schnell herausfinden, dass Pfarrer Arne Thummes den Paul spricht. Der Kanal wird jetzt regelmäßig aktualisiert, die Formate sollen weiter wachsen.

„Damit versuchen wir, aus der Isolation herauszukommen“, macht Pfarrer Thummes neugierig. Als „spannendes Projekt“ bezeichnet er jetzt die Aktivitäten. „Da war bei der Besprechung für die Einrichtung des Buntfunks sehr viel Kreativität im Raum“, freut er sich. 

 

Wir helfen beim Einkauf

 

Sind Sie schon älter? Oder sind sie aufgrund von Vorerkrankungen besonders gefährdet? Dann sollten sie Ihre Kontakte auf das dringend Notwendige beschränken, um die Gefahr einer Ansteckung zu begrenzen. Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen bieten ihre Hilfe an, um Einkäufe zu erledigen.

 

Bei Bedarf melden Sie sich in der Zeit zwischen 9 und 14 Uhr bei der Gemeinde Schwalmtal im Familienbüro bei Claudia Schinken unter der Telefonnummer 02163-946 192 oder bei der Senioren- und Pflegeberaterin Barbara Wenzel unter der Nummer 02163-946 195 oder im EFFA Kinder- und Jugendzentrum unter der Nummer 02163/31353. Die Leiterin des EFFA Andrea Schulz ist mobil unter 0178 – 1756071 erreichbar oder per E-Mail an andrea.schulz@ekir.de. Der EFFA-Mitarbeiter Tim Treis ist mobil unter 0157- 32364692 oder per E-Mail an tim.treis@ekir.de erreichbar. Die Koordination dieses Hilfeangebotes erfolgt über das Familienbüro der Gemeinde Schwalmtal in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendzentrum EFFA der evangelischen Kirchengemeinde.

 

Kirche online: YouTube-Kanal erfolgreich

 

(bigi) Der für Brüggen und Elmpt zuständige evangelische Pastor Bernd Mackscheidt hat bereits seit über einem Jahr einen YouTube-Kanal, auf dem er täglich ein kurzes Gebet zur Verfügung stellt. Jetzt kommen auch Live-Messen hinzu. 

 

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Landschaftsverbände entschädigen Verdienstausfälle, wenn Quarantäne angeordnet worden ist

Rheinland. 4. März 2020. Um eine weitere Ausbreitung des auch in Deutschland festgestellten Corona-Virus zu verhindern, können die zuständigen Behörden Personen vorsorglich unter Quarantäne (Absonderung) stellen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbstständige können dadurch einen Verdienstausfall erleiden. In Nordrhein-Westfalen entschädigen die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Die Zuständigkeit der Landschaftsverbände richtet sich nach dem Sitz der Betriebsstätte.

Wichtig: Die Quarantäne muss durch die zuständigen Gesundheitsämter angeordnet worden sein. Kein Anspruch besteht bei Arbeitsunfähigkeit, Urlaub und vorübergehender Verhinderung nach § 616 BGB.

Für Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen gilt: Für unter Quarantäne gestellte Arbeitnehmer/innen müssen Arbeitgeber/innen im Regelfall im Rahmen der Entgeltfortzahlung für maximal sechs Wochen in Vorleistung gehen. Die ausgezahlten Beträge werden auf Antrag vom zuständigen Landschaftsverband erstattet. Ab der siebten Woche wird die Entschädigung direkt an die Betroffenen gezahlt. Die Entschädigung entspricht der Höhe des gesetzlichen Krankengeldes.

 

  • Für Selbstständige gilt: Sie stellen den Antrag direkt beim zuständigen Landschaftsverband
  • Für Beamte/innen gilt: Sie haben keinen Anspruch auf Erstattung eines Verdienstausfalles

 

Anträge auf Entschädigung müssen schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne beziehungsweise Absonderung beim zuständigen Landschaftsverband gestellt werden.

Weitere Informationen und Antragsformulare zum Download hat der LVR auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt: www.soziale-entschaedigung.lvr.de

Wegen der Vielzahl der Anfragen bittet der LVR um Anfragen per Mail an den LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung: ser@lvr.de

Telefonische Auskünfte erteilt der LVR über die Servicenummer 0221 809-5444 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr).

Mobilität im Westkreis

Fahrer für Bürgerauto gesucht

 

(bigi) Die Idee entstand etwa im Jahr 2018. Was genau können wir tun, um die Mobilität vor allem für mobilitätseingeschränkte Personen im Westkreis zu verbessern? Nach einem Abstimmungsprozess mit der Bezirksregierung kann dazu zum 1. April ein neues Projekt starten: Das Bürgerauto.

 

Mit einem Fahrerstamm von zwölf ehrenamtlichen Fahrern plus möglichen Vertretungen möchten die Westkommunen Brüggen, Schwalmtal und Niederkrüchten ein Angebot für Menschen schaffen, die keine Möglichkeit haben etwa zum Arzt oder zu einer kulturellen Veranstaltung, zum Einkaufen oder zu einem Treffen in der Altenstube oder zum Friedhof zu kommen. Dabei muss nicht zwingend eine Behinderung vorliegen. Natürlich hofft man jetzt auch, dass das Angebot nicht missbraucht wird. „Es ist ein Angebot für diejenigen, die keine Unterstützung von der Familie haben, weit entfernt vom ÖPNV wohne und keine andere Möglichkeit haben, etwa zum Arzt zu kommen“, beschreibt Bürgermeister Kalle Wassong.

 

Mindestens ein Tag vor einem Termin sollte die Fahrt vereinbart werden. „Wir wollen lernfähig sein und auf Angebot und Nachfrage reagieren“, so Regionalmanager Dr. Sebastian Moritz, der die Koordination des Projektes der Vital-Region Schwalm-Mittlerer Niederrhein übernimmt. Die Kosten für eine Fahrt betragen einen Euro innerhalb einer Gemeinde, zwei Euro für Fahrten über die Gemeindegrenze hinaus. Auch der Boisheimer Bahnhof soll angefahren werden können. Man wird zuhause vor der Haustüre abgeholt, ein Klapprollstuhl oder ein Rollator können mitgenommen werden.

 

Das Fahrzeug – ein Renault Kangoo ZE Maxi, fünftürig mit Schiebetür – wird jeden Morgen im Brüggen bereitgestellt, da es hier an der Wallbox für Elektrofahrzeuge aufgeladen werden kann. Die Zentrale der Brüggener Gemeindeverwaltung koordiniert die Fahrten in Brüggen, Schwalmtal und Niederkrüchten. Die Brüggener JedermannHilfe wird die Einsätze der Fahrer koordinieren und die Fahrer auch betreuen. Auch die drei Bürgermeister Frank Gellen, Kalle Wassong und Michael Pesch wollen stundenweise als Fahrer für das Bürgerauto zur Verfügung stehen. Wer ehrenamtlich als Fahrer zur Verfügung stehen möchte, sollte über Ortskenntnisse verfügen und in dem Zeitfenster von 8 bis 17 Uhr unter der Woche Fahrten anbieten können. Bei den Bürgermeistern können sich interessierte Menschen – gerne auch jüngere Leute - melden. Die Einführung der Fahrer ist für den März geplant.

 

Das rund 30.000 Euro teure Fahrzeug wird mit einem Fördermittelzuschuss von 65 Prozent finanziert. Die Projektförderung läuft bis zum 31. März 2022. Als Sponsoren helfen die Sparkasse Krefeld und die NEW dabei, das Projekt zu realisieren. „Die Ärzte hatten ursprünglich darum gebeten dabei zu helfen, Patienten in die Praxen zu bringen“, so Bürgermeister Frank Gellen. Die Idee des Bürgerautos kommt aus dem Schwarzwald, wo man gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht hat.

 

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Hier an der Ladestation wird künftig das Bürgerauto zu finden sein. Siegfried Michiels und Roland van Zoggel von der JedermannHilfe Brüggen, Regionalmanager Dr. Sebastian Moritz und die Bürgermeister Frank Gellen, Karl-Heinz Wassong und Michael Pesch hoffen auf Ehrenamtliche, die Fahrten für mobilitätseingeschränkte Personen anbieten möchten. Foto: Birgit Sroka

 

Bewusst mit der Natur umgehen

Naturpark Schwalm-Nette bringt Unterrichtsprogramm für Schulen heraus

 

Niederrhein. Seit der Umweltbewegung "Fridays for future" um die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg interessieren sich Schülerinnen und Schüler verstärkt für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung. Der Naturpark Schwalm-Nette bietet bereits seit 32 Jahren ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur für Schulen an. Ob Amphibien hautnah erleben, Pflanzen und Insekten bestimmen, die Qualität eines Fließgewässers untersuchen oder achtsam und nachhaltig mit der Natur umgehen, all das und vieles mehr bietet das aktuelle Programm. Es wird in diesen Tagen an die Schulen im Naturparkgebiet verschickt. Lehrerinnen und Lehrer, die sich für die Angebote des Naturparks interessieren, können sich bei Naturparklehrer Karl-Wilhelm Kolb melden: Geschäftsstelle Naturpark Schwalm-Nette, Willy-Brandt-Ring 15, in 41747 Viersen, telefonisch unter 02162/81709-414, per Fax unter 02162/81709-424 oder per E-Mail kwk@npsn.de. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage www.npsn.de.

 

"Wir sind nur bereit das zu schützen, was wir kennen und lieben gelernt haben", sagt Kolb. "Mein Anliegen ist es, einen bewussten und achtsamen Umgang mit der Natur zu vermitteln." Bei den Kursen lernen die Kinder am originalen Objekt im Naturpark. "Das macht neugierig, bringt Spaß und Bewegung, spricht die Sinne an und sensibilisiert für die Bedeutung von biologischer Vielfalt." Neben den Informationen über Tiere und Pflanzen sowie ökologische Zusammenhängen setzt die Naturbildung des Naturparks auf positive und einprägsame Erlebnisse in und mit der Natur. Auch am Niederrhein ist die biologische Vielfalt durch Wetterextreme gefährdet. Klimawandel sowie Wald- und Insektensterben sind daher wichtige Umweltthemen für den Naturpark, was sich im Programm widerspiegelt. "Wer versteht, welche Auswirkungen das eigene Handeln hat, trifft seine Entscheidungen bewusster und mit Blick auf die Zukunft. Vor allem die jungen Menschen sollen die intakte Natur als Wert schätzen lernen um verantwortungsvoll damit umzugehen ", so Kolb.

 

Hintergrund:

Das Team des Naturparks vermittelt den Bewohnern und Besuchern des Schwalm-Nette-Gebiets in den Informationseinrichtungen mit dem Unterrichtsprogramm und mit einem Veranstaltungskalender Kenntnisse rund um die heimische Natur und Kultur. Mit den Angeboten kommt der Naturpark seiner Aufgabe nach, Bildung für nachhaltige Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig sorgt der Naturpark dafür, dass Natur und Landschaft als wesentlicher Erholungsfaktor erhalten bleiben. Inzwischen haben über 51.000 Schüler am Unterrichtsprogramm des Zweckverbands teilgenommen. Dazu kommen nochmals mehr als 6.000 Lehrerinnen und Lehrer, die Veranstaltungen und Fortbildungen besucht haben.

 

Naturparklehrer

Naturparklehrer Karl-Wilhelm Kolb mit Schülern der Grundschule Waldniel bei der Untersuchung eines Gewässers im Kaiserpark. Foto: Naturpark Schwalm-Nette

 

 

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